Richtlinien
Maßstab ist der Druck der Ausgabe I. H. Fichtes. Diese Seite sagt, wie der Text gewonnen wird, was er auszeichnet und was gemessen ist.
Vorlage
Johann Gottlieb Fichte's sämmtliche Werke, herausgegeben von J. H. Fichte, 8 Bände, Berlin: Veit und Comp., 1845–1846, und Johann Gottlieb Fichte's nachgelassene Werke, herausgegeben von J. H. Fichte, 3 Bände, Bonn: Adolph-Marcus, 1834–1835. Gelesen wird vom Scan des Exemplars der Bayerischen Staatsbibliothek. Zitiert wird nach Band, Seite und Zeile: SW I, 120.14, NW II, 87.3.
Was diese Ausgabe ist und was nicht
Diese digitale Ausgabe gibt einen bestimmten Druck wieder: die Ausgabe, die Fichtes Sohn I. H. Fichte herausgegeben hat, die Sämmtlichen Werke (1845–1846) und die Nachgelassenen Werke (1834–1835). Sie gibt ihn genau wieder, Seite für Seite am Scan geprüft und mit seinen Druckfehlern, und macht ihn frei lesbar, durchsuchbar und zitierbar.
Eine kritische Ausgabe ist sie nicht. Sie zieht weder Handschriften noch Erstdrucke heran, verzeichnet keine Varianten und verbessert den Text des Sohnes nicht.
Wer textkritisch arbeitet, braucht die J. G. Fichte-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (GA, Stuttgart-Bad Cannstatt: frommann-holzboog, 1962–2012). Sie ist mit 42 Bänden in vier Reihen vollständig: Werke, Nachgelassene Schriften, Briefe, Kollegnachschriften. Für das Zitieren ist sie die maßgebliche Grundlage.
Eingerichtet ist diese Ausgabe von Giuliano Infantino, unabhängig und ohne Verbindung zu Verlag oder Akademie. Der Text ist maschinell gewonnen und an eingesetzten Prüffehlern gemessen; eine vollständige Durchsicht durch Menschen hat nicht stattgefunden (Grenzen).
Zitieren
Zitiert wird nach dem Druck: Band, Seite und Zeile, also SW I, 120.14 oder NW II, 87.3. Die Zeilen sind von oben gezählt. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt sich zusätzlich oder statt dessen die Angabe nach der Gesamtausgabe (GA). Wenn Sie diese digitale Ausgabe nennen wollen: Digitale Fichte-Edition, eingerichtet von Giuliano Infantino, fichteedition.com, Fassung und Abrufdatum.
Verfahren
Eine am Druck geprüfte, frei zugängliche elektronische Fassung dieser Ausgabe war mir nicht bekannt; andere Ausgaben werden nicht benutzt. Der Text entsteht deshalb aus drei Texterkennungen desselben Scans: Apple Vision, Tesseract und, für die ersten Bände, die Texterkennung der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Sämmtlichen Werke sind in Antiqua gesetzt und heben kursiv hervor; die Kursive wird am Bild an der Neigung der Striche erkannt. Die Nachgelassenen Werke sind in Fraktur gesetzt und heben durch Sperrung hervor.
Ein Wort gilt nur dann ohne weitere Prüfung, wenn keine Erkennung widerspricht, seine Kursive am Bild eindeutig ist und es im Wörterbuch der Zeit vorkommt, das aus dem Text der Digitalen Schelling- und der Digitalen Hegel-Edition gebildet ist. So fallen auch Fehler auf, die alle Erkennungen gemeinsam machen (güllig für gültig). Jede andere Stelle wird maschinell am Bild der Seite entschieden, Buchstabe für Buchstabe; dabei wird jede Zeile gegen den Druck gelesen, und Gliederung, Überschriften und Noten werden bestimmt. Ein zweiter Durchgang liest jede Seite noch einmal ganz gegen das Bild. Die Fraktur lesen die Erkennungen schlecht; dort sind die Seiten fast ganz am Bild gelesen, und ein dritter Durchgang ist hinzugekommen. Eine vollständige Durchsicht durch Menschen hat nicht stattgefunden.
Was gemessen ist
- 11 Bände, 6 424 Druckseiten, 314 244 Prüfstellen, am Bild entschieden.
- Im ersten Durchgang wurden außerdem 65 201 Zeilen berichtigt, die keine Prüfstelle trugen (in der Fraktur fast jede Zeile). Die weiteren Durchgänge berichtigten noch 7 835 Zeilen.
- Für eine Messung wurden in fertige Seiten je ein plausibler Lesefehler eingesetzt (etwa wabren für wahren, ein fehlendes Komma), die der Prüfung unbekannt waren. Der zweite Durchgang fand in den Sämmtlichen Werken 120 von 120 und berichtigte sie genau, in den Nachgelassenen Werken 39 von 40.
Wiedergabe
- Orthographie und Satzzeichen bleiben wie gedruckt (seyn, dass, diess, giebt; in den Nachgelassenen Werken daß). Druckfehler werden nicht verbessert. Langes ſ und andere Frakturformen sind aufgelöst.
- Hervorhebungen sind ausgezeichnet, die Kursive der Sämmtlichen wie die Sperrung der Nachgelassenen Werke; der Leser zeigt sie wahlweise kursiv, gesperrt oder schlicht.
- Die Noten stehen an ihrem Ort, mit dem gedruckten Zeichen; Noten des Herausgebers gehören zum Druck und sind wie die Fichtes erfasst.
- Der Druck hat keine Zeilenzahlen. Die Zeilen sind von oben gezählt, die Noten in eigener Folge.
- Kolumnentitel, Bogensignaturen und die Seitenzahlen der Erstdrucke im Kopf der Seite gehören nicht zum Text; das TEI führt den Kolumnentitel als
fw. - Die Inhaltsverzeichnisse folgen den gedruckten Inhaltsanzeigen der Bände.
Grenzen
Dies ist die erste Fassung. Formeln, Tabellen und Abbildungen sind teils vereinfacht wiedergegeben. Vollständige Fehlerfreiheit ist nicht zugesichert; Hinweise auf Fehler sind willkommen.