Editionsrichtlinien
Maßstab ist der Druck der Ausgabe I. H. Fichtes. Diese Seite sagt, wie der Text gewonnen wird, was er auszeichnet und was gemessen ist.
Vorlage
Johann Gottlieb Fichte's sämmtliche Werke, herausgegeben von J. H. Fichte, 8 Bände, Berlin: Veit und Comp., 1845–1846, und Johann Gottlieb Fichte's nachgelassene Werke, herausgegeben von J. H. Fichte, 3 Bände, Bonn: Adolph-Marcus, 1834–1835. Gelesen wird vom Scan des Exemplars der Bayerischen Staatsbibliothek. Zitiert wird nach Band, Seite und Zeile: SW I, 120.14, NW II, 87.3.
Verfahren
Eine verlässliche elektronische Fassung dieser Ausgabe gibt es nicht; andere Ausgaben werden nicht benutzt. Der Text entsteht deshalb aus drei Texterkennungen desselben Scans: Apple Vision, Tesseract und, für die ersten Bände, die Texterkennung der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Sämmtlichen Werke sind in Antiqua gesetzt und heben kursiv hervor; die Kursive wird am Bild an der Neigung der Striche erkannt. Die Nachgelassenen Werke sind in Fraktur gesetzt und heben durch Sperrung hervor.
Ein Wort gilt nur dann ohne weitere Prüfung, wenn keine Erkennung widerspricht, seine Kursive am Bild eindeutig ist und es im Wörterbuch der Zeit vorkommt, das aus dem Text der Schelling- und der Hegel-Edition gebildet ist. So fallen auch Fehler auf, die alle Erkennungen gemeinsam machen (güllig für gültig). Jede andere Stelle entscheidet ein Sprachmodell (Claude, Anthropic) am Bild der Seite, Buchstabe für Buchstabe; es liest dabei jede Zeile gegen den Druck und gibt Gliederung, Überschriften und Noten an. Ein zweiter Durchgang liest jede Seite noch einmal ganz gegen das Bild. Die Fraktur lesen die Erkennungen schlecht; dort hat das Sprachmodell die Seiten fast ganz am Bild gelesen, und ein dritter Durchgang ist hinzugekommen.
Was gemessen ist
- 11 Bände, 6 424 Druckseiten, 314 244 Prüfstellen, am Bild entschieden.
- Im ersten Durchgang wurden außerdem 65 201 Zeilen berichtigt, die keine Prüfstelle trugen (in der Fraktur fast jede Zeile). Die weiteren Durchgänge berichtigten noch 7 835 Zeilen.
- Für eine Messung wurden in fertige Seiten je ein plausibler Lesefehler eingesetzt (etwa wabren für wahren, ein fehlendes Komma), die der Prüfung unbekannt waren. Der zweite Durchgang fand in den Sämmtlichen Werken 120 von 120 und berichtigte sie genau, in den Nachgelassenen Werken 39 von 40.
Wiedergabe
- Orthographie und Satzzeichen bleiben wie gedruckt (seyn, dass, diess, giebt; in den Nachgelassenen Werken daß). Druckfehler werden nicht verbessert. Langes ſ und andere Frakturformen sind aufgelöst.
- Hervorhebungen sind ausgezeichnet, die Kursive der Sämmtlichen wie die Sperrung der Nachgelassenen Werke; der Leser zeigt sie wahlweise kursiv, gesperrt oder schlicht.
- Die Noten stehen an ihrem Ort, mit dem gedruckten Zeichen; Noten des Herausgebers gehören zum Druck und sind wie die Fichtes erfasst.
- Der Druck hat keine Zeilenzahlen. Die Zeilen sind von oben gezählt, die Noten in eigener Folge.
- Kolumnentitel, Bogensignaturen und die Seitenzahlen der Erstdrucke im Kopf der Seite gehören nicht zum Text; das TEI führt den Kolumnentitel als
fw. - Die Inhaltsverzeichnisse folgen den gedruckten Inhaltsanzeigen der Bände.
Grenzen
Dies ist die erste Fassung. Formeln, Tabellen und Abbildungen sind teils vereinfacht wiedergegeben. Vollständige Fehlerfreiheit ist nicht zugesichert; Hinweise auf Fehler sind willkommen.